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Telematik – Zukunft der Mobilität

Kostenersparnis und ein Plus an Transparenz, Effizienz und Sicherheit: Immer mehr Flottenverantwortliche fahren auf Telematik ab. 

Über 26 Prozent der Unternehmen in mittleren Fuhrparkgrößenklassen zwischen 10 bis 49 Fahrzeugen und mehr als 45 Prozent der Unternehmen mit einem Fuhrpark mit mehr als 100 Fahrzeugen haben mittlerweile Telematik- und/oder Fuhrparkmanagement-Software im Einsatz. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von 3,7 bzw. 4,4 Prozentpunkten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Dataforce Telematik-Analyse 2017. Wie auch im Vorjahr ist die Nutzung entsprechender Lösungen in Unternehmen aus den Bereichen Verkehr, Lagerei, Wasserversorgung, Entsorgung und Recycling am häufigsten ausgeprägt. 

Ein weiteres Ergebnis der Analyse: Digitale Tachographen und GPS-Ortungssysteme sind nach wie vor die am häufigsten eingesetzten Telematik-Lösungen. Aber auch Systeme zur Routenoptimierung stehen in der Gunst der Flottenverantwortlichen weit oben. Einen deutlichen Zuwachs erfuhr der Einsatz elektronischer Fahrtenbücher. Waren es im Vorjahr noch 12,8 Prozent der Firmen, die diese nutzten, stieg der Anteil nun auf 17,4 Prozent.

Nach den Gründen, warum Unternehmen Telematik verwenden, wurde im aktuellen CVO Fuhrpark-Barometer im Auftrag von Arval gefragt. Insgesamt nahmen 3.632 Fuhrparkentscheider aus zwölf europäischen Ländern und der Türkei an der Umfrage teil. Ihre Antworten bringen ans Licht, was viele Flottenverantwortliche längst aus eigener Erfahrung wissen. 

Insgesamt ist es für deutsche Flottenmanager am wichtigsten, Fuhrpark-Kosten zu reduzieren. Die GPS-Ortung der Fahrzeuge ist hierfür ein wichtiger Hebel. Denn im Flottenmanagement spielt eine optimale Disposition und Allokation der Fahrzeuge als elementarer Kostenfaktor eine wichtige Rolle. Geofencing ist hier das entscheidende Stichwort. Die europäischen Kollegen hingegen nennen die Ortung der Fahrzeuge als vornehmlichsten Grund für den Einsatz der Telematik-Technologie.

Aus Sicht von Branchenexperten ist in den nächsten Jahren ein kontinuierliches Telematik-Wachstum in Fahrzeugflotten zu erwarten. Über alle Größenklassen hinweg gaben knapp 3 Prozent der befragten Unternehmensverantwortlichen, die bislang keine Telematik-Systeme im Einsatz haben, in der Telematik-Analyse an, ihre Fuhrparks im kommenden Jahr mit entsprechenden Lösungen ausstatten zu wollen. Mehr als jeder zweite Befragte Fuhrparkleiter – mit mindestens zehn Fahrzeugen – ist sogar gewillt, mehr Geld dafür zu investieren. 

Da kommt es gelegen, dass die Zahl der Anbieter stark zugenommen hat. Neben den großen Hauptakteuren rollen immer mehr kleine Unternehmen und Startups mit individualisierbaren Teillösungen und spannenden Reporting-Tools auf den Markt zu. In Summe bietet modernes Flottenmanagement dank der Digitalisierung somit mehr Möglichkeiten, um Transparenz über Kraftstoff- und CO2-Verbrauch zu erhalten, fällige Reparaturen oder den Reifendruck zu überwachen, Missbrauch entgegenzuwirken oder Routen zu optimieren – und damit bares Geld zu sparen und mehr Kontrolle zu haben. Und schließlich können mithilfe innovativer Telematik-Systeme auch Verkehrsverstöße und Fahrverhalten überwacht und gemeldet und das Schadenmanagement vollständig digitalisiert werden. 

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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