Weekly News

Social Trading

In die Bankfiliale gehen, um mit einem Anlagenberater zu einem bestimmten Termin über Finanzstrategien zu sprechen, wirkt besonders auf junge Menschen nicht besonders attraktiv.

Geldangelegenheiten werden heutzutage lieber zeitlich flexibel online geregelt. Social Trading spricht dabei die Grundbedürfnisse der Social-Media-Generation an.

Trader legen auf den entsprechenden Plattformen ihre Anlagestrategien offen und Interessierte können den passenden Portfolios folgen. Hier ist die Transparenz besonders wichtig. Durch das Folgen, dass man auch von allen anderen sozialen Netzwerken kennt, rücken Privatanleger und Broker näher zusammen. Das Kommunikationsbedürfnis wird gesättigt, da diese Plattformen dazu anregen, sich über Strategien auszutauschen. Tipps und Erfahrungen werden geteilt und jeder kann von dem Wissen der anderen Netzwerk-Mitglieder partizipieren.

Der Wunsch nach mehr Zusammenarbeit zeigt sich unter anderem durch die permanent steigenden Follower-Zahlen der traditionellen Banken in den sozialen Medien. Zudem ist der Anteil der aktiven Fans auffallend hoch.

Für Laien bleibt der Aktienhandel dennoch risikoreich. Bevor man eigenes Kapital investiert, gilt es auf jeden Fall die Konditionen der Social-Trading-Plattformen zu vergleichen, zum Beispiel auf die vorhandenen Versicherungen. Man sollte nicht nur darauf achten, welcher Trader die meisten „Follower“ hat, da das noch nichts über dessen Vorgehensweise aussagt.

Die meisten Unternehmen in diesem Finanzbereich sind wenige Jahre jung. Doch der Markt wächst rasant und das Handelsvolumen liegt mittlerweile bei mehreren Milliarden Euro. Es schließen sich auch immer mehr Investoren an. Höchstes Gut sind die Trader, die langfristig für eine positive Bilanz sorgen. Die Verbindung von klassischem Aktienhandel und der Social-Media-Community wird sich jedenfalls nicht mehr so schnell lösen.

Teile diesen Artikel

Journalist

Angela Ölscher

Weitere Artikel