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Sich wohl fühlen und motiviert sein

Work-Life-Balance auf Geschäftsreisen wird immer wichtiger. Arbeitgeber können sie gezielt fördern.

Auch in Zeiten der Digitalisierung werden Geschäftsreisen keineswegs überflüssig. Wenn ein Mitarbeiter oder eine Führungskraft auf eine Reise geht, bringt das immer auch zusätzliche Belastungen mit sich. Immerhin 46 Prozent der Führungskräfte empfinden ihre Reisen im Auftrag des Unternehmens im Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate als stressig oder sogar sehr stressig. Das ergab die Studie „Chefsache Buisness Travel 2016“ von Travel Management Companies im Deutschen Reiseverband (DRV). Ein Wert, der binnen drei Jahren deutlich anstieg: 2013 sahen das erst 29 Prozent der Befragten so.

Und umso mehr die Betroffenen auf Reisen gingen, umso mehr wuchs der Stress. Wer fünfmal oder öfter innerhalb eines Monats eine Geschäftsreise antrat, zeigte sich besonders belastet. Das traf auf immerhin 78 Prozent aller Befragten zu. Jüngere bis 40 Jahre empfanden die Belastung im Durchschnitt größer als Ältere über 40. Das mag daran liegen, dass die Jüngeren heute mehr Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance legen als die Generationen vor ihnen.

Arbeitgeber können allerdings einiges dafür tun, dass ihre Mitarbeiter sich auch auf Reisen wohl fühlen – auch, wenn zusätzliche Belastungen sicher nie ganz abzustellen sind. Die Auswahl des Hotels kann Abhilfe schaffen – zum Beispiel, wenn es zentral und verkehrsgünstig liegt, sich ein Park für die abendlichen Jogging-Runden in der Nähe befindet oder es gar über einen Wellness- und Sportbereich verfügt. Ebenso können günstige Reiseverbindungen für weniger Stress sorgen. Und wenn der Reisende möglicherweise sogar noch etwas Zeit für private Aktivitäten hat, wird sein Wohlfühllevel ganz gewiss steigen. Das erlauben allerdings längst nicht alle Arbeitgeber, wie eine andere Studie vor einigen Jahren belegte. Dabei können solche Annehmlichkeiten die Motivation des Reisenden deutlich erhöhen und zugleich sein Gefühl der Wertschätzung steigern. Das sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass er gute Arbeit leistet. 


Auslandsreisen: Vorsorge nicht vergessen


Geschäftsreisen ins Ausland sollten stets besonders gut vorbereitet werden. Insbesondere, was den Gesundheits- und Impfschutz betrifft, fühlen sich deutsche Arbeitnehmer allerdings schlecht informiert. Nach einer Umfrage des TÜV Rheinland wünschen sich 92 Prozent aller Arbeitnehmer hierzulande, die Geschäftsreisen ins Ausland unternehmen, dass der Arbeitgeber ihnen ausreichend Informationen zusammenstellt.

Die Vorbereitung für eine Auslandsreise sollte möglichst sechs bis acht Wochen vor dem Start beginnen. Zum Beispiel können bei Ländern in Äquatornähe Vorsorgeuntersuchungen oder eine Auffrischung des Impfschutzes nötig werden. Eine Vorsorgeuntersuchung muss von einem spezialisierten Arzt vorgenommen werden.


Maximaler Nutzwert für Travel Manager und Geschäftsreisende


Eigentlich geht es doch immer um dasselbe: Geschäftsreisende wollen ein Maximum an Komfort und Service – und Travel Manager müssen sparen und die oftmals knappen Budgets einhalten.

Um diese scheinbar konträren Ziele zu erreichen, bietet das Fachmagazin BizTravel die ideale Unterstützung. Mit ausführlichen Produkt- und Länderinfos sowie Berichten zu Reiseleistungen, Destinationen, Mobilität, Unterkunft und Verpflegung bietet das Magazin Orientierung bei Planung und Einkauf von Geschäftsreisen. BizTravel erscheint sechs Mal im Jahr. Parallel finden Geschäftsreiseprofis, Einkäufer und Eventmanager auf www.BizTravel.de tagesaktuelle News und Tipps, um Geschäftsreisen optimal zu planen und zu buchen. Durch die Lektüre können Interessenten sich also auch ohne den Besuch einer Messe auf dem Laufenden halten.


Neue Herausforderungen für Veranstalter


Joachim König ist Präsident des Europäischen Verbandes der Veranstaltungs-Centren (EVVC) und Geschäftsführer und Direktor des Hannover Congress Centrum (HCC). Foto: Rainer Droese

Durch die Digitalisierung können Tagungen und Veranstaltungen kreativer und persönlicher werden. Experte Joachim König erklärt, warum.

Wo liegen grundsätzlich die Vorteile der Digitalisierung für den Veranstaltungsbereich?

   Digitalisierung bringt die Möglichkeit, stärker eine Vor- und Nachberichterstattung von Events wie zum Beispiel Tagungen im Internet zu machen. Das wiederum bedeutet, dass die Teilnehmer sich vor Ort mehr auf das Kreative und die persönliche Begegnung konzentrieren können. Das ist genau das, was die sogenannten Digital Natives, also die Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist und immer mehr in die verantwortlichen Positionen rückt, sich wünschen. 

Welche Veränderungen bringt das mit sich?

   In Zukunft werden immer mehr kleinere Gruppen zusammenarbeiten, die sich dann zu Sitzungen des Plenums treffen. Man kann das unter dem Sammelbegriff White-Board-Veranstaltungen zusammenfassen. Das verändert auch die nötigen Rahmenbedingungen, die ein Veranstaltungsort bieten muss. Ein Beispiel: Wenn sich mehrere kleinere Gruppen zum Arbeiten treffen, benötigt der Veranstaltungsort eben auch mehr kleinere Räume und nicht nur einen großen Saal für das Plenum. Und wenn sich die Teilnehmer mehr untereinander vor Ort persönlich treffen und austauschen wollen als im Plenum zu sitzen, braucht es mehr Möglichkeiten dafür – also mehr Fläche im Foyer oder sonstige Aufenthaltsflächen.

Digitalisierung bedeutet ja auch flexiblere Arbeitsmöglichkeiten, wenn man unterwegs ist. Müssen die Betreiber von Veranstaltunszentren darauf auch reagieren?

   Ja. Sie werden zukünftig viel stärker Rückzugsräume für Veranstaltungsteilnehmer bieten müssen, die zum Beispiel mal eine halbe Stunde Emails konzentriert und ungestört beantworten wollen. Ich kenne einen Veranstaltungsort, an dem dafür beispielsweise alte Telefonzellen umgebaut wurden. Aber ein normaler Raum tut es natürlich auch. Und ganz wichtig: Die Datenkapazitäten vor Ort müssen groß genug sein. Da sind wir in Deutschland längst noch nicht so weit, wie wir glauben.

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Journalist

Armin Fuhrer

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