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Im Flotteneinsatz ergibt die Elektromobilität viel Sinn

Ein entscheidender Schlüssel für eine emissionsarme Mobilität ist insbesondere die Elektromobilität.


Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA)

Zwei Entwicklungen prägen die Mobilität von morgen: Zum einen erleben wir die fortschreitende Automatisierung von Fahrfunktionen bis hin zu selbstfahrenden Autos. Auch werden die Fahrzeuge künftig immer mehr miteinander sowie mit ihrer Umwelt vernetzt sein. Für ein intelligentes Flottenmanagement eröffnet diese digitale Entwicklung viele Wege, Kosten effizient zu senken. Fuhrpark-Automatisierung und Tracking sind hierbei nur einige Stichworte

Zum anderen arbeiten Hersteller und Zulieferer seit Jahren an der Vision „Zero Emission“. Dahinter steht der Anspruch, Fahrzeuge herzustellen, die weder Schadstoffe noch CO2 ausstoßen. Deswegen investiert die deutsche Automobilindustrie jährlich 39 Milliarden Euro und damit mehr als alle anderen Branchen in Forschung und Entwicklung. Ein Großteil davon fließt in die Entwicklung alternativer Antriebe. Auch die Vorstellung, den Verbrenner eines Tages mit klimaneutralen Kraftstoffen wie E-Fuels zu betreiben, ist eine faszinierende Zukunftsoption. Auf Basis regenerativer Energiequellen können diese Kraftstoffe einen wichtigen Beitrag zu einem langfristig klimaneutralen Verkehr leisten.

Ein entscheidender Schlüssel für eine emissionsarme Mobilität ist insbesondere die Elektromobilität. Bis 2020 werden die deutschen Automobilhersteller ihr Modellangebot an E-Autos mehr als verdreifachen – von derzeit 30 Modellen auf knapp 100. Dass das Angebot der deutschen Hersteller die Kundenwünsche trifft, zeigt ein Blick auf die Märkte: In Westeuropa sind die deutschen Anbieter mit 52 Prozent Marktanteil bei E-Autos führend.

Gerade auch im Flotteneinsatz ergibt die Elektromobilität viel Sinn. Kunden sind heute wesentlich flexibler in ihrer Mobilität. Künftig suchen sie nicht mehr ausschließlich nach einem festen Dienstwagen, sondern vielmehr nach Produkten, die gebündelt den optimalen Reiseweg ermöglichen. In einer Flotte mit einem Mix aus Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und Elektrofahrzeugen lassen sich somit die Vorteile eines jeweiligen Antriebskonzepts ideal nutzen. Als Plug-in-Hybrid senkt das E-Auto die Nutzungskosten im Stadtverkehr, weil der Verbrauch deutlich geringer ist als bei einem herkömmlichen Benziner. Und wenn die Batteriereichweite in Zukunft die 500-Kilometer-Marke überschreitet, sind auch längere Dienstreisen mit dem E-Auto eine wirtschaftlich sehr attraktive Option.

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