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Es geht um den Austausch der Startup-Szene untereinander, den Kontakt zu Investoren und den Aufbau und Ausbau eines internationalen Netzwerkes. MANAGEMENT

„Heureka“ – das Treffen der Mutigen

Zum sechsten Mal findet am 20. Juni 2017 in Berlin das englischsprachige Treffen der Startup-Szene „HEUREKA – The Founders Conference“ statt. Erwartet werden 800 Besucher. 

Jubel und Leid liegen für viele Gründer und Startup-Unternehmen oft näher beieinander, als ihnen lieb sein dürfte. Eine gute Idee kann noch so vielversprechend und ein Unternehmen kann noch so sorgfältig aufgebaut sein, am Ende entscheiden der Markt, die Geldgeber und vor allem das Glück darüber, ob der Gründer den berühmten Ausruf „Heureka!“ des griechischen Mathematikers Archimedes zitiert. Der Legende nach soll Archimedes den Freudenschrei von sich gegeben haben, nachdem er bei Experimenten in einer mit Wasser gefüllten Wanne das archimedische Prinzip über den statischen Auftrieb eines Körpers in einer Flüssigkeit gefunden hatte. Dass sich die nun schon im sechsten Jahr veranstaltete englischsprachige Gründerkonferenz in Berlin mit Blick auf die Antike den Namen „HEUREKA“ gegeben hat, ist natürlich Programm.

„Highlights sind immer die Speaker, die es bereits in den Startup-Olymp geschafft haben.“ Vertical-Media-CEO Mark Hoffmann eröffnet die Heureka.

Das Treffen von Early Stage Start-ups, Investoren und Corporates, die alle einen starken Bezug zu Neugründungen im digitalen Bereich haben, ist ein Event der Extraklasse. Auch 2017 werden erfolgreiche Startup-Unternehmer vielen Newcomern begegnen und sich über blitzgescheite Ideen der Gegenwart austauschen. „Die HEUREKA lebt von der bunten Mischung aus Gründern, Entrepreneuren, Kapitalgebern und Startup-Interessierten“, sagt der Geschäftsführer der Vertical Media GmbH Mark Hoffmann. „Denen geht es bei unserer Konferenz besonders um den Austausch und den Ausbau des eigenen Netzwerks. Sie nutzen die Möglichkeit, aktuelle Ideen und Herausforderungen mit Gleichgesinnten zu besprechen und auch von den Fehlern anderer zu lernen.“

Das junge Programmierer-Talent Florian Bräunlein von Research Labs demonstriert bei der diesjährigen HEUREKA Conference in einer Livehacking-Session einmal, wie schnell man zum Beispiel Flugtickets manipulieren kann. Angekündigt hat sich auch Mark Williams, CEO von Firefly, der früher einmal als Apple & Tesla Developer gearbeitet hat und in Berlin über den kalifornischen, immer weiter wachsenden Cannabis-Markt berichtet. Auch Alessio Avellan Borgmeyer, CEO von Jodel, ist mit vor der Partie und informiert über die von ihm entwickelte Studenten-App. 

Natürlich stehen bei allen Tagungsschwerpunkten die jüngsten Entwicklungen in aller Welt im Fokus. Gerade ging ja durch die Presse, dass Apple immer intensiver in das finnische Startup-Unternehmen Beddit zur Erfassung von Schlafdaten investieren will, das mit Sensoren unter dem Bettlaken die Schlafqualität misst. Der Gesundheitsbereich verspricht enorme Wachstumschancen weltweit. Wer hier Ideen hat und bei HEUREKA – The Founders Conference die richtigen Leute trifft, kann wichtige Kontakte knüpfen und wertvolle Tipps verwerten. Bei alldem sollte man auf „alte Hasen“ der Startup-Szene, wie etwa Hubertus Bessau, hören. Er ist Co-Founder des vor zehn Jahren gegründeten Unternehmens „mymuesli“. Was hat Bessau richtig gemacht? Welche Wege müssen Neugründer beschreiten, um eine Idee auf dem Markt zu verbreiten und den Bestand der darauf aufgebauten Firma dauerhaft zu sichern?

2017 stehen bei HEUREKA nicht nur diejenigen im Mittelpunkt, die das „Heureka“ des Archimedes aus vollem Herzen ausrufen können. Es geht auch um das Scheitern von Unternehmen. Nur aus Fehlern kann man schließlich lernen. Bei HEUREKA treten auch Junggründer auf, die ihren Kollegen die Ursachen ihres Scheiterns erklären können. Wer viel Geld investiert und an eine Idee felsenfest geglaubt hat, wird von der Realität oft hart genug auf den Boden der Tatsachen zurückbefördert. Natürlich ist es eine schwierige Erfahrung, Träume zu begraben und im schlimmsten Fall eine Planinsolvenz anzumelden. Wie man damit rein organisatorisch, aber vor allem auch emotional umgeht, soll ebenfalls das Thema von HEUREKA 2017 sein.

Emotionen werden auch wach, wenn es um die deutsche Hauptstadt aller Startup-Unternehmen, die große Gründerstadt Berlin geht. Unter dem Motto „Berlin – Living in the founders paradise?” diskutieren Jan Beckers von „Hitfox”, Maru Winnacker von „Oona Project” und Gen Sadakane von „EyeEm”, warum Berlin eine Gründerstadt ist und warum sich Berlin positiv (manchmal auch ein wenig negativ) auf das Neugründer-Business auswirkt.

Bei der vom Digitalverlag Vertical Media veranstalteten „HEUREKA – The Founders Conference“ geht es um den Austausch der Startup-Szene untereinander, um den Kontakt zu Investoren und den Aufbau, oder sagen wir besser, den Ausbau eines internationalen Netzwerkes. Es geht aber auch um Hardware. Im vergangenen Jahr gab es zum ersten Mal die sogenannte „Hardware Area“, die so gut eingeschlagen ist, dass die Macher eine Neuauflage mit vielen Einblicken in die Bereiche Al, Mobility und Food geben soll.

„Die HEUREKA Konferenz überzeugt vor allem durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Formaten“, erklärt Mark Hoffmann sein Veranstaltungskonzept. „Wer es lieber praktisch mag, kann sich in diesem Jahr zum Beispiel in den Workshop von Dipat setzen und erfahren, wie man mit dem richtigen Pitch Deck eine Zwei-Millionen-Finanzierung an Land zieht.“ EUREKA verliert außerdem die wichtigsten Zukunftsszenarien nicht aus dem Blick. „Auf jeden Fall wird es einen kleinen Exkurs zu den Themen AI und Blockchain geben.“

Fakten

Fakten

Das veranstaltende Online-Medienhaus Vertical Media GmbH veröffentlicht die Onlinemagazine „NGIN Food“, „NGIN Mobility“, „Gründerszene“ und veranstaltet die „Spätschicht“, das „CEO Dinner“ und die „Heureka Conference“. Bei „Heureka“ treffen sich Startup-Vertreter und Entrepreneure, Corporates und Startup-Interessierte. 

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Journalist

Helmut Peters

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