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Klemens Skibicki, Geschäftsführender Gesellschafter der PROFSKI GmbH DIGITALISIERUNG

Grundsätzlicher Wandel der Kulturtechnik

Wie weit ist der deutsche Mittelstand bei der Digitalisierung vorangekommen?

Leider ist das Verständnis für die wesentlichen Fragen des digitalen Strukturwandels einfach flächendeckend noch zu gering. Allerdings setze ich meine Hoffnung grundsätzlich voll auf den Mittelstand. Vor allem eigentümergeführte Unternehmen können eine notwendige Geschwindigkeit des Wandels erreichen, wie es in keinem Konzern möglich ist.

Ist Digitalisierung eher eine Chance oder setzt sie die KMU eher unter (Kosten-)Druck?

Wie immer: Chancen für die, die sie erkennen und ergreifen, und Druck für die, die es verschlafen. Ich halte aber nicht viel vom Schönreden – für ganz viele deutsche Unternehmen sind die Risiken größer als die Chancen, weil sie weder das Verständnis noch die Kompetenz für Daten und Software als neue wesentliche Werttreiber des digital vernetzten Zeitalters haben.

Wo sehen Sie die größten Defizite?

Im ganzheitlichen Verständnis für wesentliche Treiber des digitalen Strukturwandels. Ein Beispiel ist Social Media. Viele sehen in den Nutzern Idioten, die ihre Katzenbilder ins Internet stellen. Sie begreifen nicht, dass es sich hier um einen grundsätzlichen Wandel der Kulturtechnik handelt, wie Informationen erstellt, gefiltert und verbreitet werden – über Haustiere, aber natürlich auch über Produkte.

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Journalist

Armin Fuhrer

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