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Frank Venjakob, Executive Director it-sa, NürnbergMesse. DIGITALISIERUNG

Gewappnet für die digitale Revolution

Mit über 580 erwarteten Ausstellern ist die „it-sa“ in Nürnberg zur größten Fachmesse für IT-Sicherheit in Europa geworden.

Die ‚it-sa‘ bietet Vorträge, die aufzeigen, wo es in Zukunft hingeht. Das ist sowohl für die Besucher anregend, als auch für die Aussteller.

Einen so starken Zuwachs an Ausstellern und Interessenten wie in diesem Jahr haben die Macher von Europas größter Messe für IT-Security „it-sa 2017“ in Nürnberg trotz aller positiver Resonanz nicht erwartet. „Wir rechnen bei der diesjährigen Messe vom 10. bis zum 12. Oktober mit mehr als 580 Ausstellern. Im Vergleich zu 489 Ausstellern im vergangenen Jahr ist das ein deutliches Plus“, freut sich Frank Venjakob, der die it-sa bei der NürnbergMesse verantwortet. Neben zwei weiteren großen IT-Security-Messen in den USA und in London hat sich die it-sa, die seit 2011 unter der Regie der NürnbergMesse durchgeführt wird, zu einer der bedeutendsten Drehscheiben der Szene entwickelt. Vom Kleinunternehmer bis zum Großkonzern sind die wichtigsten Player in Nürnberg vertreten.

„IT-Sicherheit ist ein internationales Thema“, sagt Venjakob. „Wir haben in diesem Jahr mit Frankreich, Tschechien und Israel drei Gemeinschaftsstände auf der Messe. Tschechien und Frankreich als Nachbarländer schielen natürlich immer auf den deutschen Markt. Und Israel ist bekannt als Startup-Nation, ein Land, in dem sich junge Firmen zu Weltmarken entwickelt haben.“

Um dem Ansturm im Oktober 2017 gerecht werden zu können, ist die „it-sa“ in Nürnberg in neue Hallen umgezogen. Mit über 40 Prozent mehr Ausstellungsfläche kann sich die Messe in diesem Jahr noch einmal anders darstellen als in den letzten sieben Jahren ihres Bestehens. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung wird auf der it-sa 2017 ein ebenso wichtiges Thema sein wie die vielen Produkte und Services, um dem Gefahrenpotenzial der Cyberkriminalität adäquat begegnen zu können. „Ein Gesetzestext ist ja immer nur die eine Seite, die Umsetzung aber eine andere“, meint der Executive Director der it-sa. „Darum haben wir auch viele Vorträge zur Rechtsproblematik – damit klar wird, wie der regelkonforme Schutz eines Unternehmens aussehen kann.“

Ein zentrales Merkmal der „it-sa“ sind die offenen Foren mit Fachvorträgen, bei denen technische Aspekte ebenso im Mittelpunkt stehen wie Hard- und Software-Neuheiten oder die vielen brillanten Ideen der Startup-Szene. „Auf den Vortragsbühnen haben wir zum einen Firmenvorträge, wo die neuesten Entwicklungen gezeigt werden“, sagt Venjakob. „Wir haben zum anderen aber auch die übergreifenden Themen, die wir in diesem Jahr mit ‚it-sa insights‘ neu betitelt haben. Hier halten Experten produktunabhängige Präsentationen und schauen über den Tellerrand hinaus.“

Über den Tellerrand hinausblicken will auch der diesjährige Special Keynote Speaker der „it-sa“, der Netzaktivist und ehemalige WikiLeaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg. Nachdem die „it-sa“ in den vergangenen Jahren mit Edward Snowden und Maximilian Schrems bereits prominente Protagonisten sprechen ließ, wird Domscheit-Berg in diesem Jahr die Frage aufwerfen, ob wir gewappnet sind, wenn die digitale Revolution richtig Fahrt aufnimmt.

Fakten

Die IT-Sicherheitsmesse „it-sa“ war ursprünglich ein Teil der Computermesse „Systems“ in München und dort bis 2008 beheimatet. Dann zog sie als eigenständige Veranstaltung nach Nürnberg, wo sie im Oktober wieder die neuesten Produkte der Branche zeigt und auf vier Bühnen mit rund 320 Vorträgen die neuesten Trends und Lösungen der IT-Sicherheit präsentiert.

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Journalist

Helmut Peters

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