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Marc Oliver Prinzing, Vorsitzender des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement BUSINESS MOBILITY

Fuhrparkmanagement wandelt sich zum Mobilitätsmanagement

„Fuhrparkmanangement wird zunehmend zum Mobilitätsmanagement“, so analysiert Marc Oliver Prinzing, Vorsitzender des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement, die derzeitigen Trends im Fuhrparkmanagement.

„Apps und mobile Anwendungen sind jetzt schon im Vormarsch.“

Der traditionelle Fuhrparkmanager, der Daten der Fahrzeuge ausschließlich verwaltet, werde bald der Vergangenheit angehören. Unternehmen, die Fuhrparks betreiben, würden inzwischen verstärkt Informationen in Echtzeit benötigen. Zudem rückten immer mehr die Kosten eines Fuhrparks in den Fokus der Verantwortlichen. Ein modernes Management könne dieses optimieren und die Kosten deutlich reduzieren.

„Hierbei geht es auch um die bessere Auslastung von Poolfahrzeugen eines Unternehmens“, mahnt Prinzing. Aus Kostengesichtspunkten seien zum Beispiel besser funktionierende Schnittstellen zwischen Fuhrpark- und Travelmanagement in Unternehmen sinnvoll. „Heute geht es für Unternehmen hauptsächlich darum, dass ihre Mitarbeiter schnell und bequem, flexibel und effizient von A nach B kommen: Das kann mit dem Dienstwagen oder dem Poolfahrzeug erreicht werden, müsse es aber nicht.“ Denn schließlich sei die Fahrzeit im Auto nicht immer produktiv nutzbar, die Zeiten bei einer Flugreise oder gar bei einer Bahnfahrt seien viel stärker als produktive Zeit für das Unternehmen zu nutzen, fügt der Fuhrparkexperte an. „Während man im Auto lediglich zehn Prozent seiner Zeit produktiv nutzen kann, sind es im Flugzeug schon immerhin 30 und in der Bahn sogar 70 Prozent“, erläutert Prinzing.

Modernes Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement werde von vielen Unternehmensleitungen immer noch stark unterschätzt, meint der Verbandsvorsitzende, dabei sei es eine wesentliche Geschäftsführungsaufgabe die Rahmenbedingungen zu setzen, in denen sich das Fuhrparkmanagement bewegen dürfe. „Aber leider“, beklagt Prinzing, „werden auch hier immer noch zu wenig die Vollkosten betrachtet, sondern lediglich die Aufwendungen, die ein Unternehmen für den Betrieb eines Fuhrparks benötigt.“ Doch es sei unausweichlich, dass sich die Gesamtkostenbetrachtung (Total Cost Overview) hin zu einer Analyse der Total Cost of Mobility (TCM) wandeln werde.

Ein wichtiger Schritt nach vorn ist für den Fuhrparkmanager die intelligente Vernetzung von Daten, damit effektive Arbeitsabläufe gestaltet werden können. Hier wird in Zukunft das Mobiltelefon noch viel stärker zum Einsatz kommen, Apps und mobile Anwendungen seien jetzt schon im Vormarsch.

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Journalist

Frank Tetzel

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