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Die Zukunft in der Hand. PERSONAL

Dringend gesucht: Gestalter der Industrie 4.0

Der Begriff MINT steht für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Dazu brauchen wir bestens qualifizierte MINT-Fachkräfte.

Und in diesem Bereich macht sich der Mangel an Experten besonders deutlich. Denn zwischen Anspruch und Wirklichkeit besteht Hierzulande ein großer Unterschied. Einerseits wolle man die digitale Revolution gestalten, andererseits gibt es immer weniger junge Menschen, die sich für diese Berufe interessieren. Viele Personalchefs von Unternehmen wissen davon ein Lied zu singen und finden kaum noch qualifizierte Absolventen, etwa im Maschinenbau oder in der Robotik. Zukunftsfelder – die für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands entscheidend sind. Doch dazu brauchen wir bestens qualifizierte MINTFachkräfte, die in unserem Land attraktive Perspektiven in der Breite und in der Spitze haben. MINT-Talente müssten systematisch gefördert, wertgeschätzt und gehalten werden“, sagt Professor Henning Kagermann, Sprecher des Nationalen MINT Forums, in dem sich über 30 Institutionen zusammengeschlossen haben, die sich für die Förderung der Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik einsetzen. Dabei wollen die Mitglieder den Begriff erweitern und sehen ihn entlang einer gesamten Bildungskette von vom Kindergarten bis ins Seniorenalter hinein implementieren. „Eine solide naturwissenschaftlich- technische Grundbildung der gesamten Bevölkerung wird immer wichtiger, weil die Gesellschaft neue Technologien verstehen, beurteilen und bewerten muss. MINTGrundbildung ist unerlässlich, um die Balance zwischen gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Nutzen sowie den berechtigten Interessen des Einzelnen zu finden“, so Professor Henning Kagermann. Wie wichtig die Ausbildung beispielsweise in den Fächern Robotik und Maschinenbau ist, zeigt die Tatsache, dass derzeit rund 130.000 Stellen in Deutschland nicht besetzt werden können. Fachleute fordern seit langen, dass junge Menschen an die technischen Berufe vor allem durch einen Ausbau und die bessere Vermittlung von Wissen in den naturwissenschaftlichen Fächern an die Berufs- und Studienfächer herangeführt werden könnten. Auch sieht man in der „Brückenbildung zwischen beruflicher und akademischer Bildung“ eine weitere Perspektive, damit mehr interessierte junge Menschen ein Studium ergreifen. Wissensbildung in diesem Bereich ist die Voraussetzungen für das Gelingen der vierten Industriellen Revolution in Deutschland. „Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, brauchen wir auch in Zukunft Menschen, die kreative Ideen entwickeln und Innovationen umsetzen. Nur mit motivierten und gut qualifizierten Fachkräften wird sich Deutschland im globalen Wettbewerb erfolgreich behaupten können. Deshalb müssen wir junge Menschen so früh wie möglich für die MINT-Fächer begeistern“, sagt Prof. Dr. Johanna Wanka, die Bundesministerin für Bildung und Forschung. „Die Nachwuchsförderung ist in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik besonders wichtig, weil Branchen wie Energieversorgung, Informationstechnik oder Biotechnologie für unsere Gesellschaft immer zentraler werden.“

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Journalist

Frank Tetzel

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