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Katharina Heuer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e. V. (DGFP) PERSONAL

Die Zukunft der Arbeit und HR

„Nur gemeinsam werden wir die zukünftige Arbeitswelt gestalten können.“

In unserem Netzwerk erleben wir jeden Tag, auf welch einschneidende Weise digitale Technologien und Geschäftsmodelle Unternehmen grundlegend verändern und wie neue, digital geprägte Unternehmen am Markt entstehen. Digital ist die neue Normalität. Das hat weitreichende Konsequenzen für alle Wertschöpfungsprozesse und Unternehmensbereiche, insbesondere aber auch für das Personalmanagement. In der HR-Community werden zurzeit im Wesentlichen vier Themen intensiv diskutiert und in den Unternehmen vorangetrieben:

Flexiblere und individuellere Arbeits- und Beschäftigungsmodelle: Die Machtverhältnisse auf den Arbeitsmärkten verändern sich zugunsten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Daher die Frage: Wie werden wir den Wünschen und Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerecht, die individuellere Arbeitsbedingungen und ein zeitlich und örtlich flexibleres Arbeiten fordern?

Digitale Kompetenzen und neue Lernkonzepte: Digitale Technologien und Geschäftsmodelle erfordern veränderte Kenntnisse und Fähigkeiten. Welche Kompetenzen werden zukünftig für die lebenslange Employability und den konkreten Job benötigt? Wie findet zukünftig Lernen statt?

Digital Leadership und neue Führungsmodelle: Auch im digitalen Zeitalter braucht es Führung. Digital Leadership ist sogar Überlebensstrategie für Management und Führungskräfte. Hier erleben wir, dass in den Unternehmen momentan viel im Umbruch ist. Man experimentiert beispielsweise mit partizipatorischen Elementen wie der Wahl von Führungskräften und einem grundsätzlich neuen Verständnis von Führung als Ermöglichung von Leistung und Innovation.

Digital HR: Auch HR selbst braucht eine Digitalisierungsstrategie, denn digitale Technologien werden weder vor dem Werkstor noch vor der Personalertür haltmachen. Wie gestaltet HR effiziente digitale Prozesse, nutzenstiftende Smart Services und letztlich den eigenen und unternehmensspezifischen Transformationsprozess?

Die Politik hat den großen Transformationsdruck auf die Arbeitswelt von heute und morgen aufgenommen. Mit dem bis Ende 2016 angelegten Dialogprozess Arbeiten 4.0 schafft das Bundesministerium für Arbeit und Soziales einen guten Rahmen für einen teils öffentlichen, teils fachlichen Dialog über die Zukunft der Arbeit.

Fest steht: Nur gemeinsam werden wir die zukünftige Arbeitswelt gestalten können. Der gesetzliche Rahmen wird an vielen Stellen anzupassen sein. Aber auch die Sozialpartner – auf tariflicher und insbesondere betrieblicher Ebene – dürfen wir auf dem Weg in das digitale Zeitalter nicht vergessen. Hierzu braucht es ein starkes HR-Management – gerade jetzt in diesen Um- und Aufbruchszeiten!

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Journalist

Katharina Heuer

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