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Guter Reifen-Service. DIGITALISIERUNG

Der Reifen – die Verbindung zur Straße

Inzwischen trotzen die ersten Frühlingsboten der kalten Jahreszeit und die Sonne wärmt die Straße. Es ist nicht nur für Motorrad- und Cabrio-Fahrer der Startschuss in die neue Saison, auch alle anderen Autofahrer müssen sich rechtzeitig auf den nahenden Sommer einstellen.

Breite Reifen haben mehr Grip.

Der Reifenwechsel ist bei jedem Saisonwechsel ein nicht unwesentliches Thema, da es eine gesetzliche Regelung gibt. Diese schreibt vor, im Winter nur mit entsprechend gekennzeichneten Winterreifen am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen. Beim Wechsel von Winter auf Sommer gibt es das allerdings nicht. Daher stehen jetzt nicht wenige Fahrzeughalter vor der Entscheidung, ob sie die Reifen des Vorjahres noch verwenden können. „Auf alle Fälle muss der Fahrzeughalter anhand der DOT-Nummer am Reifen prüfen, wie alt dieser ist. Wir empfehlen daher bei Sommerreifen ein Höchstalter von zehn Jahren und eine Mindestprofiltiefe von drei Millimetern“, so Heinz-Gerd Lehman, Techniker des ADAC.

Das Thema Sommerreifen ist ebenso umfangreich wie komplex. Denn Reifen- wie auch Fahrzeughersteller forschen gemeinsam an immer besseren Produkten, die oft aufeinander abgestimmt sind, wie bei einem großen deutschen Sportwagenhersteller.

Was macht also einen guten Reifen aus? Viele Eigenschaften und Faktoren wie Fahrstabilität, Lenkpräzision, Fahrkomfort, ein optimiertes Reifengewicht, eine höhere Laufleistung oder ein optimierter Rollwiderstand gehören inzwischen zu den Grundkriterien, die die Reifenhersteller in die Produktion der unterschiedlichsten Sommerreifen einfließen lassen. Eine weitere Kaufentscheidung sollte aber auch das Verhalten bzw. die Eigenschaft des Reifens auf nasser Fahrbahn sein. Denn Aquaplaning, das „Aufschwimmen“ des Reifens auf dem Wasserfilm der nassen Fahrbahn, soll durch einen guten Reifen auf ein Minimum reduziert werden können.

Um viele der zuvor genannten Faktoren optimal ausschöpfen zu können, bieten Fahrzeughersteller eine Auswahl an möglichen Reifengrößen an. Denn auch hier lassen sich sowohl Vor- als auch Nachteile verzeichnen. Aus technischer Sicht versprechen Breitreifen ein optimiertes Fahrverhalten. Auf trockener Fahrbahn trifft die Formel „Je breiter, desto mehr Grip“ uneingeschränkt zu: Mit wachsender Breite verringert sich auch der Bremsweg aus 100 km/h deutlich. Allerdings gilt bei Nässe, dass mit jedem Zentimeter mehr Breite der Reifen auch mehr Wasser verdrängen muss und die Gefahr von Aquaplaning wesentlich früher auftritt. Bei der Fülle an Möglichkeiten kalkuliert nicht nur der Einzelverbraucher, vor allem Fuhrparkmanager rechnen aus ökonomischen Gesichtspunkten.

Die richtige Reifenwahl trägt nicht nur dazu bei, die Sicherheit der Mitarbeiter zu erhöhen und das Unfallrisiko zu minimieren. Denn mit dem richtigen Reifendruck und der Kombination eines Energiesparreifen lassen sich zusätzlich bis zu zehn Prozent Kraftstoff sparen.

Vor allem bei größeren Fuhrparks lohnen sich optimierte Flottenmanagement-Systeme, mit denen gezielt geprüft und überwacht werden kann, wie alt die verwendeten Reifen sind. Denn auch hier gilt: Risiken minimieren, um die Sicherheit zu erhöhen.

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Journalist

Enno Heidtmann

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