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Ralph Setzer, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei PKF WULF EGERMANN und Petra Nann, Editor des Lifestyle-Blogs #imländle. MANAGEMENT

Dein Zuhause im Netz: #imländle

Im Januar 2016 erblickte der Lifestyle-Blog #imländle das Licht der Online-Welt. Petra Nann (36) schreibt darin über ihre persönlichen Erfahrungen, Erlebnisse und alles, was die Region bewegt. Aus dem Hobby wurde erst eine Nebentätigkeit, im Februar dieses Jahres kam es dank der Unterstützung des Wirtschaftsprüfers und Steuerberaters Ralph Setzer (PKF WULF EGERMANN) zur Gründung der #imländle GmbH. Voraussichtlich Ende 2017 soll das Startup profitabel sein.

Frau Nann, wie ist die Idee für Ihren Blog entstanden?
Petra Nann: Aus einer Sofalaune heraus. Das Schreiben machte mir schon immer sehr viel Spaß. Es gibt so viele Schätze, die die Heimat eines jeden wertvoll machen. Über unsere und viel mehr berichte ich auf meinem Blog. 

Wie ging es vom ersten Blogeintrag an weiter?
Petra Nann: Pro Woche veröffentlichte ich zunächst zwei bis drei Artikel. Weitere Blogartikel lieferten Schriftsteller, Journalisten und Hobby-Autoren. Die Leserschaft und der Lesestoff stiegen rasch. Nach nur drei Monaten fragten die ersten Unternehmen an, ob ich über sie berichten könnte. Nebst Text-, Bild- und Audio- stehen Videoproduktionen im Fokus. Seit November 2016 bin ich mit #imländle regelmäßig bei Radio Neckaralb Live mit einer eigenen Sendung zu hören.

Was hatte der schnelle Erfolg des Blogs zur Folge?
Petra Nann: Ich fing an, davon zu träumen, mit meiner Leidenschaft meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Über eine Veranstaltung des Vereins „Freiraum Balingen kreativ“ bekam ich dann Kontakt zu Ralph Setzer von der Kanzlei PKF WULF EGERMANN, der bundesweit viele Startups in finanziellen und steuerlichen Belangen berät. 

Herr Setzer, wie war Ihr erstes Treffen mit Petra Nann?
Ralph Setzer: Die Chemie hat von Anfang an gestimmt und Petras Projekt hat mich überzeugt. Wir haben dann entschieden, dass Petra ein Nebengewerbe anmeldet. Doch das erschien ihr schnell zu wenig. Bereits zwei Monate später entstand der Plan, ein Unternehmen zu gründen. Also musste ein Businessplan als geschäftliche Grundlage her.

Worauf basierte der Businessplan?
Petra Nann: Auf einem Konzept mit neuen Produkten und Vermarktungswegen. Unternehmen entdecken den Blog für ihr Online-Marketing. #imländle bietet jetzt Story-Telling, Sponsored Posts, Video- und Textproduktionen, Social Media-Schulungen, Promotions und Moderationen an.

Wie hat sich die #imländle GmbH bislang entwickelt?
Ralph Setzer: Petra Nann hat ein beträchtliches Auftragsvolumen generiert. Das Gründungskapital und die Einnahmen reichen aus, um die laufenden Kosten zu decken. Ende 2017 wird der Break-Even-Point erreicht sein. Ich bin als einer von zwei Gründungspartnern an Bord gegangen. Die erste Kapitalerhöhungsrunde ist für Mitte Mai 2017 geplant. Für weitere sind wir offen.

Petra Nann: Dieser Erfolg ist tatsächlich überwältigend. Ich bin sehr dankbar dafür, versierte Partner an meiner Seite zu haben, die mich aus Überzeugung unterstützen. Mit Rechnungen, Buchhaltung oder Steuern muss ich mich glücklicherweise nicht mehr befassen. Somit bleibt viel Raum für meine Kernkompetenzen und meine Kreativität.

Herr Setzer, Sie haben schon einige Startups beraten und durch den Abgaben-Dschungel geführt. Welche Erfahrungen haben Sie dabei gesammelt?
Ralph Setzer: Gute Ideen sollten sich schnell von selbst tragen, am besten innerhalb von sechs bis achtzehn Monaten. Insgesamt betrachtet sind viele Startups sehr sorglos und sie vernachlässigen den Finance-Bereich. Ich erlebe es oft, dass sie gar keine richtige Buchführung haben. Auch die Themen Sozialversicherung, Lohn- und Einkommensteuer kommen viel zu kurz. Wenn dann potenzielle Finanzinvestoren auftauchen, sind sie alles andere als gut aufgestellt. 

Wie lautet daher Ihr Rat an Startups?
Ralph Setzer: Sie sollten sich von Anfang an um Steuern und Finanzen kümmern und einen möglichen Exit von Beginn an steuerlich planen. Daher empfehle ich allen Gründern, mit gesundem Menschenverstand an Steuer- und Finanzthemen heranzugehen und sich einen Berater zu suchen, der zu einem passt. 

Wie sehen Sie die Zukunft von #imländle? 
Petra Nann: Jetzt wird es vor allem darum gehen, die Vermarktung voranzutreiben und eine wertige starke Marke aufzubauen. Ziel ist es, in Phase 3 Lizenzprodukte zu generieren, zum Beispiel in diversen Lifestyle-Bereichen. Und ich möchte neuen Chancen gegenüber offenbleiben, alles andere würde Stillstand bedeuten.

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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