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Das Internet der Dinge braucht viele Lösungen

Big Data Infrastruktur, Embedded Systems, Schutz vor Hackern, Smart Life – der digitale Wandel fordert unternehmerisches Handeln heraus.

Was Startups im digitalen Bereich verbindet ist die Vernetzung von Produkten und Prozessen sowie die Analyse sehr, sehr großer Datenmengen. Denn viele gerade mittelständische Firmen in Deutschland wissen gar nicht, dass diese Wertpotentiale bei ihnen existieren, geschweige denn, was sie daraus ableiten und steuern können. Die Sicherung dieser Daten ist ein weiteres Arbeitsfeld innovativer Startups – die ihr komplexes Wissen oftmals auf jahrelange Erfahrung in Forschungszentren aufbauen.


Dr. Martin Peters, Mitbegründer der com2m GmbH

Dr. Martin Peters beschäftigte sich jahrelang im Rahmen von Forschungsarbeiten mit dem Internet of Things (IOT) und den Themen der Industrie 4.0, bevor er die com2m GmbH mitgründete und jetzt unter anderem Angebote von Softwarelösungen im Bereich IoT entwickelt. „Viele Unternehmen können durch das IoT ein erhebliches Potential erfahren. Wir helfen, dieses Potential zu erkennen und in praxistaugliche Lösungen umzusetzen. Als Grundstein dient unsere IoT-Plattform.“


Dr. Heiko Koepke, Mitbegründer der Physec GmbH

Auch Dr. Heiko Koepke, Mitbegründer der Physec GmbH, realisierte auf Grundlage herausragender Forschungsergebnisse die Unternehmensgründung. Aus der Implementierung informationstheoretischer Kryptographieprimitive entstand die Idee des so genannten IoTree, der IoT-Security Plattform der Physec GmbH. „Die klassische Fragestellung unserer Kunden lautet nach einem Sicherheitskonzept bei der Umstellung auf digitale Produkte und Prozesse“, sagt Dr. Heiko Koepke. „Die Gewährleistung einer unveränderten Produktion bei gleichzeitig hoher Sicherheit ist dabei relativ schwierig. Wir haben uns genau darauf spezialisiert.“



Dr. Tobias Brambach, Mitbegründer der Point8 GmbH 

Ebenfalls auf der Suche nach neuen Herausforderungen der Data Science ist Dr. Tobias Brambach, der nach einigen Jahren Forschungsarbeit am CERN das Unternehmen Point8 GmbH mitgegründet hat. Predictive Maintenance, Netzsimulationen, Churn Management und Prozessoptimierung sind die Schlagwörter, anhand derer Point8 Unternehmen den einfachen Einstieg in die digitale Transformation ermöglicht. „Unser Ziel war es, Methodenwissen rund um die Daten als Dienstleistung in die Industrie zu bringen.“ 

„Was sich aus unserer Sicht gerade stark entwickelt, ist das Thema der Predictive Maintenance, der vorausschauenden Wartung“, sagt Dr. Martin Peters. „Gerade mittelständische Maschinenbauer haben die letzten 50 Jahre sehr erfolgreich einfach „nur“ Maschinen gebaut und diese in die ganze Welt geliefert – und danach nie wieder etwas von ihnen gehört. Langsam denken diese Unternehmen darüber nach, digitale Services anzubieten, um ihren After-Sales auszubauen.“

Auch Dr. Tobias Brambach arbeitet oft mit Maschinendaten, die sehr dicht an der Maschinensteuerung liegen. „Diese Daten werden heute teilweise in einer Frequenz von mehr als 1000 Datensätzen pro Sekunde ausgelesen. Deren Nutzung wird in Zukunft helfen, riesige Kosten durch Maschinenstillstand, Fehler in der Qualitätssicherung und Datenverlust zu vermeiden und neue Geschäftsmodelle für den deutschen Mittelstand zu erarbeiten.“

Die Lösungen, die die drei Gründer der Industrie liefern können, können den Standort Deutschland nachhaltig stärken. Bei Big Data und dem IoT konzentrieren sie sich auf überzeugende und fundierte Technologie – einer deutschen Kernkompetenz. 

Erworben haben die vorausschauenden Gründer ihr komplexes Wissen in den gut vernetzten Technologiezentren in Deutschland. 

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Journalist

Katja Deutsch

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